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WOLF HAMM
BILDER HINTER GLAS
Wolf Hamm (*1974) präsentiert uns rätselhafte Bildwelten: Menschen, oft in familiären Konstellationen, Tiere und Architekturfragmente verbinden sich mit archetypischen Figuren und traumhaften Elementen zu einer eigentümlichen Ikonographie. Je mehr sich erschließt, desto weniger fügt es sich zu einer eindeutigen Erzählung. Wie aus unterschiedlichen Bewusstseinsschichten herausgelöst, stehen Motive in einem gleichzeitigen Neben- wie Nacheinander. Vielleicht spielen dabei auch die finnischen Wurzeln des Künstlers eine Rolle, kennt doch die finnische Erzähltradition jene eigentümlichen Zwischenräume, in denen Natur, Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen.
Seit vielen Jahren arbeitet Wolf Hamm bevorzugt in der Hinterglasmalerei, einer heute selten gewordenen Technik. Diese Malweise verleiht den Farben eine besondere Intensität und Leuchtkraft. Zugleich erfordert sie ein konsequentes Umdenken im Arbeitsprozess: Gemalt wird von vorne nach hinten, also zunächst das, was später im Vordergrund erscheint, erst danach folgen die dahinterliegenden Bildelemente. Da der Künstler auf der Rückseite des Glases arbeitet, das Bild jedoch von vorne betrachtet wird, muss die Komposition zudem spiegelverkehrt angelegt werden. Jeder Pinselstrich muss dabei sitzen, denn die Farben trocknen rasch und spätere Änderungen sind kaum mehr möglich.
Entdecken Sie hier eine Auswahl von Werken aus den vergangenen Jahren sowie ein kurzes Video, in dem Wolf Hamm über seine Kunst und Arbeitsweise spricht:
© Valentin Fastabend, Marc Kubik |

